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Der folgende Artikel stand in einer grossen Fachzeitung (Top
Hair)
Friseure brauchen keinen Vergleich
zu scheuen. Sie haben Ihre eigene Identität. Sie leisten mehr als
viele andere. Friseurinnen und Friseure kennen keinen
8 Stunden Tag.
14 bis 18 Stunden sind die Regel. Friseure sollten an Ihren Leistungen gemessen werden, nicht an Klischees. Ihr Gruppenimage ist falsch. Nur Dumme pflegen es. Friseure sind Leistungsvorbilder, das sollten sich alle merken die für das Friseurhandwerk tätig sind. Ein ganz normaler Tag ! (einer selbständigen Friseurin) 6 Uhr früh - der Wecker klingelt. Gepflegt, gut aussehen, braucht Zeit. 7 Uhr - Frühstück, mit Mann und Kindern endlich zusammen.Gespräche über den Tag, Probleme, die Kinder fordern ihr Recht. 8 Uhr - Fahrt ins Geschäft. 8.15 Uhr - im Salon. Ist alles an seinem Platz? Irgendwas liegt immer herum. Computer anstellen, Wechselgeld in die Kasse, Terminbuch durchsehen. Die Mitarbeiter kommen. Heute ist Sybille krank, Carla und Ralf in der Berufsschule. Kurzes Gespräch. Jeder weiß nun, was er tun muß. Ware aus dem Lager holen, mit der Rezeptionistin den Tag besprechen. 8.30 Uhr - Kundinnen kommen. Die Friseurmeisterin bedient heute sieben von Ihnen. zwei Colorationen, Haarschnitte, waschen, fönen, legen, Beratungsgespräche, Alles zusammen: Verantwortung als Unternehmerin, als Chefin, als Ausbilderin, als Mittelpunkt des Salons . Dazu permanenter Wettbewerb mit anderen Friseurbetrieben. Eine Kundin nervt. Die Chefin schlichtet, beruhigt. Und immer lächeln. 19.30 Uhr - Kassenabschluß machen, Computer abstellen, Fahrt mit der Geldbombe zur Bank. Zuhause warten Mann und Kinder. Ein Glück das es die Oma gibt. 20.00 Uhr - gemeinsames Abendesssen. Schulaufgaben der Kinder ansehen, Gespräche. Die Familie fordert ihr Recht. Oft hat unsere Friseurmeisterin ein schlechtes Gewissen. Zuwenig Zeit für sich selbst, für die Familie. 24.00 Uhr - müde im Bett. Ein normaler 18 Stunden Arbeitstag ist zu Ende. Viele Friseure und Friseurinnen sind Leistungsvorbilder unserer Gesellschaft, als Handwerker, als Unternehmer, als Ausbilder, als Mensch. Leider wird darüber nicht oder zu selten gesprochen, nicht berichtet. |